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Superkolonie bei Ameisen: Tapinoma magnum in Deutschland

Eine invasive Superkolonie bei Ameisen breitet sich in Süddeutschland aus und unterhöhlt ganze Stadtteile. Experten kämpfen mit Heißwasser gegen die Plage.

FollowinTrend Desk 2 min read AI-assisted
Detailed close-up of red ants working together on soil, showcasing teamwork and nature's intricate ecosystem.
Photo: Глеб Коровко / Pexels Illustrative stock photo, not taken at the event.

Quick facts

  • Die Art Tapinoma magnum wurde 2009 erstmals in Deutschland nachgewiesen.
  • Baden-Württemberg ist stark betroffen und verzeichnet Vorkommen in rund 90 Städten und Gemeinden.
  • Das Gartenbauamt Karlsruhe bekämpft die Ameisen im Stadtteil Neureut mit 110 Grad heißem Wasser.

Why it matters

Das Aufkommen invasiver Ameisenarten wie Tapinoma magnum in Mitteleuropa verdeutlicht, wie stark sich urbane Ökosysteme durch Klimaveränderungen und globalen Warenverkehr verändern. Experten weisen darauf hin, dass solche wärmeliebenden Arten in Städten oft ideale Bedingungen vorfinden. Ob flächendeckende Regulierungen oder neue Bekämpfungsmethoden langfristig greifen, bleibt abzuwarten, da offizielle Langzeitstudien zur Eindämmung in Deutschland noch ausstehen.

Eine aggressive Superkolonie bei Ameisen der Art Tapinoma magnum breitet sich rasant in Deutschland aus und sorgt in Süddeutschland für massive Probleme. Im Karlsruher Stadtteil Neureut unterhöhlt die invasive Art ganze Straßenzüge und Grundstücke, wie Berichte von WELT zeigen. Das Gartenbauamt bekämpft die Plage tagein, tagaus mit 110 Grad heißem Wasser aus Sprühlanzen. Dennoch sprechen die Verantwortlichen von einer Sisyphusarbeit, da die Ausrottung unmöglich erscheint.

Was ist die Große Drüsenameise?

Die Große Drüsenameise stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde im Jahr 2009 zum ersten Mal in Deutschland nachgewiesen. Seitdem hat sich das Insekt stark ausgebreitet, wobei besonders das Bundesland Baden-Württemberg im Fokus steht. Nach Angaben der Badischen Zeitung ist die Art inzwischen in rund 90 Städten und Gemeinden über fast 25 Land- und Stadtkreise hinweg nachgewiesen worden. Jüngst wurde das Problem auch in Lörrach bestätigt.

Warum ist die Superkolonie bei Ameisen so schwer zu bekämpfen?

Die Tiere dringen in Gebäude sowie in technische Infrastruktur ein, beschädigen Wege und können Gebäude unter Umständen unbewohnbar machen. Wegen der enormen Populationsdichte und der Vernetzung der Nester ist der Kampf nach Einschätzung von Fachleuten vor Ort kaum noch zu gewinnen. Karen Eßrich, die das Thema in Karlsruhe betreut, betont, dass es primär darum gehe, die weitere Ausbreitung der Superkolonien einzudämmen, anstatt eine vollständige Ausrottung zu erwarten. Erste Anwohner kapitulieren angesichts der anhaltenden Schäden bereits vor den Insekten.

Was passiert als Nächstes?

Die betroffenen Kommunen setzen weiterhin auf manuelle und thermische Bekämpfungsmethoden, um die Ausbreitung der Ameisen einzuschränken. Da sich die Kolonien jedoch tief im sandigen Untergrund und unter Steinmauern verbergen, bleibt die Lage in den betroffenen Regionen angespannt. Weitere Details zu landesweiten Schutzkonzepten oder zusätzlichen Bekämpfungsmitteln waren zum Zeitpunkt des Berichts nicht verfügbar.

Frequently asked questions

Was ist eine Superkolonie bei Ameisen?

Eine Superkolonie besteht aus vielen miteinander verbundenen Nestern, in denen zahlreiche Königinnen friedlich nebeneinander leben. Dies führt zu einer massiven Vermehrung und enormen Populationsdichten in betroffenen Regionen.

Wo in Deutschland tritt Tapinoma magnum auf?

Die Art stammt aus dem Mittelmeerraum und hat sich vor allem in Baden-Württemberg ausgebreitet. Dort ist sie inzwischen in rund 90 Städten und Gemeinden sowie fast 25 Stadt- und Landkreisen nachgewiesen worden.

Wie bekämpfen Behörden die Ameisenplage?

Das Gartenbauamt in Karlsruhe setzt auf thermische Bekämpfung und spült betroffene Steinmauern und sandige Untergründe mit 110 Grad heißem Wasser ab, um Arbeiterinnen und Brut abzutöten.

Kann die Superkolonie komplett ausgerottet werden?

Fachleute halten eine vollständige Ausrottung der Art für unmöglich. Das aktuelle Ziel der Behörden beschränkt sich darauf, die weitere Ausbreitung der Superkolonien in den betroffenen Wohngebieten einzudämmen.

Welche Schäden richten die Tiere an?

Die Große Drüsenameise unterhöhlt Flächen, dringt in Gebäude sowie in technische Infrastruktur ein und kann Häuser im Extremfall unbewohnbar machen. Zudem verdrängt sie einheimische Tierarten.

Wann wurde die Art erstmals in Deutschland entdeckt?

Die Große Drüsenameise wurde im Jahr 2009 zum ersten Mal offiziell in Deutschland nachgewiesen und breitet sich seitdem kontinuierlich in wärmeren Regionen des Landes aus.

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Last checked Sep 29, 2026 at 7:55 AM. Trends move fast, so details may change. How we work

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