Neuer Mindestlohn: KV-Abschluss für Schuhmacher fix
Die Gewerkschaft PRO-GE hat neue Kollektivverträge für das Schuhmacher- und Orthopädieschuhmachergewerbe ab 2027 ausgehandelt, die den Mindestlohn auf über 2.000 Euro heben.
Quick facts
- Der neue Mindestlohn beträgt im Orthopädieschuhmachergewerbe ab 1. Jänner 2027 monatlich 2.039,98 Euro brutto.
- Im Schuhmachergewerbe steigt der niedrigste monatliche Bruttolohn ab 1. Jänner 2027 auf 2.008,78 Euro.
- Die Lehrlingseinkommen steigen in beiden Branchen um 50 Euro brutto pro Monat.
Why it matters
Die Lohnrunden für 2027 in Österreich sind geprägt von dem Ziel, inflationsbedingte Kaufkraftverluste auszugleichen. Die Marke von 2.000 Euro Mindestlohn hat sich dabei als psychologische und politische Schwelle etabliert, die Gewerkschaften in verschiedenen Branchen priorisieren. Da die Lohnentwicklung in Österreich stark von sektoralen Kollektivverträgen abhängt, variieren die Ergebnisse je nach Verhandlungsstärke der jeweiligen Branche.
Der Mindestlohn in Teilen des österreichischen Schuhmachergewerbes wird zum 1. Jänner 2027 die Marke von 2.000 Euro überschreiten. Die Gewerkschaft PRO-GE hat diese Einigung bereits in der ersten Verhandlungsrunde Ende Oktober 2026 für das Orthopädieschuhmacher- und das Schuhmachergewerbe erzielt.
Why it is trending now
Die Einigung sorgt für Aufmerksamkeit, da sie die zentrale gewerkschaftliche Forderung nach einem Mindestlohn von 2.000 Euro bis Ende 2026 erfolgreich umsetzt. Während in anderen Branchen die Verhandlungen noch andauern, haben die Sozialpartner hier bereits Planungssicherheit für das kommende Jahr geschaffen.
Key facts
- Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne steigen im Orthopädieschuhmachergewerbe um 2,9 Prozent, wie Finanz.at berichtet.
- Im Schuhmachergewerbe erfolgt eine Erhöhung um 2,8 Prozent, was den Mindestlohn auf 2.008,78 Euro brutto anhebt, laut Angaben von KOSMO.
- Lehrlinge erhalten in beiden Branchen eine monatliche Brutto-Erhöhung von 50 Euro, was laut KOSMO im Schnitt einer Steigerung von 4,3 Prozent entspricht.
- Der neue Kollektivvertrag gilt für einen Zeitraum von zwölf Monaten ab dem 1. Jänner 2027.
Why this is trending in Austria
Das Thema Mindestlohn ist in Österreich derzeit von hoher Relevanz, da zahlreiche Branchen im Rahmen der Lohnrunden 2027 ihre Kollektivverträge neu verhandeln. Die Erreichung der 2.000-Euro-Grenze dient dabei als wichtiger Indikator für die Lohnentwicklung in anderen Sektoren.
Background and context
Die Gewerkschaft PRO-GE hat in den vergangenen Monaten verstärkt auf eine Anhebung der unteren Einkommensgruppen gedrängt. Die nun erzielten Abschlüsse für Schuhmacher stellen eine direkte Antwort auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten dar. Es ist zu beachten, dass sich diese Erhöhungen auf die kollektivvertraglichen Mindestlöhne beziehen; für Ist-Löhne, die bereits über dem Mindestniveau liegen, wurden laut Gewerkschaft keine automatischen Anpassungsregelungen kommuniziert.
What happens next
Die neuen Lohnregelungen treten am 1. Jänner 2027 in Kraft. Arbeitnehmer in den betroffenen Branchen können ihre voraussichtlichen Netto-Einkommen unter Berücksichtigung der steuerlichen Entlastungen ab 2027 über offizielle Brutto-Netto-Rechner prüfen. Weitere Verhandlungen in anderen Branchen laufen parallel weiter.
Frequently asked questions
Wie hoch ist der neue Mindestlohn bei Schuhmachern?
Ab dem 1. Jänner 2027 beträgt der niedrigste kollektivvertragliche Mindestlohn im Orthopädieschuhmachergewerbe 2.039,98 Euro brutto monatlich. Im allgemeinen Schuhmachergewerbe liegt dieser Wert bei 2.008,78 Euro brutto.
Gilt die Erhöhung auch für Ist-Löhne?
Die Gewerkschaft PRO-GE hat für die aktuellen Abschlüsse im Schuhmacher- und Orthopädieschuhmachergewerbe keine spezifische Regelung für Ist-Löhne genannt, die bereits über dem neuen kollektivvertraglichen Mindestlohn liegen.
Wann treten die neuen Gehälter in Kraft?
Die neuen Kollektivverträge für das Schuhmacher- und Orthopädieschuhmachergewerbe treten am 1. Jänner 2027 in Kraft und haben eine Laufzeit von zwölf Monaten.
Wie verändern sich die Lehrlingseinkommen?
Lehrlinge in den betroffenen Branchen erhalten ab 2027 monatlich 50 Euro brutto mehr. Dies entspricht im Durchschnitt einer Steigerung von 4,3 Prozent, je nach Lehrjahr variiert der prozentuale Anstieg zwischen 3,14 und 5,26 Prozent.
Warum ist der Mindestlohn ein wichtiges Thema?
Der Mindestlohn ist zentrales Thema der Lohnrunden 2027. Viele Gewerkschaften fordern eine Anhebung auf 2.000 Euro, um den Reallohnverlust durch die Inflation auszugleichen und ein existenzsicherndes Einkommen für alle Beschäftigten zu gewährleisten.
Sind die Verhandlungen in allen Branchen abgeschlossen?
Nein. Während für das Schuhmacher- und Orthopädieschuhmachergewerbe bereits Einigungen erzielt wurden, laufen die Verhandlungen in vielen anderen Branchen laut Gewerkschaftsangaben noch oder sind noch nicht abgeschlossen.
In this story
Sources
Trend snapshot
- Topic
- Business
- Trending in
- Austria
- Search interest
- 2000+ recent searches
- Status
- Verified: 3 independent outlets
- Last updated
- Nov 3, 2026 at 12:31 AM
Peak: 2K+ searches, 2 hours ago. Strongest in: Austria (2K+).
Last checked Nov 3, 2026 at 12:31 AM. Trends move fast, so details may change. How we work · How we verify
Comments